Multiple Choice - My Choice?

Ein Kooperationprojekt vom KINDERRING BERLIN e.V. und Dissens - Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.

Was glauben Sie? Sind Lebensentscheidungen abhängig von Geschlechterzuschreibungen?

Feldaufnahmen (MP3s)

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Erfahrungsberichte

Christopher A.:

Ich empfand das Projekt als sehr interessant, jedoch war ich ziemlich skeptisch, ob das etwas werden könnte. Einfach wildfremde Menschen auf der Straße nach doch sehr privaten Erinnerungen zu befragen erschien mir nicht sehr erfolgversprechend. Natürlich stand am Anfang dieses Projekts erst einmal die Frage der Vorgehensweise. Wir entschieden uns, die Menschen nach besonders positiven oder negativen Ereignissen aus ihrem Leben zu befragen. Wir schnappten uns das Mikrofon und zogen los. Ich war sehr skeptisch, nicht wirklich überzeugt, aber motiviert. Wir befragten die ersten Passanten und trafen eine Frau, die uns über das Glück ihrer Kinder berichtete. Sie sollte nicht die Einzige bleiben, wir befragten auch Männer, deren schönstes Erlebnis die Tochter oder der Sohn war. Oftmals wurden wir auch unfreundlich weggeschickt, davon ließen wir uns allerdings nicht beirren und fragten munter weiter. Ich habe erstaunt festgestellt, wie viele Menschen eigentlich bereit sind, von ihrer Vergangenheit zu erzählen, viele wollen es sich sogar einfach von der Seele reden. Ich hatte viel Spaß bei dem Projekt, habe viele interessante Geschichten gehört und viel gelernt.

Sophia Elena K.:

Ich fand das Projekt eigentlich von Anfang an sehr interessant. Allein auf der Straße jeden ansprechen zu können und seine Reaktion mitzubekommen hat mir ziemlich gefallen. Vor allem haben mich die Reaktionen oft sehr überrascht. Viele haben auch sehr unfreundlich reagiert oder uns ignoriert, aber umso mehr hat man sich dann über eine tolle und manchmal unerwartete Antwort gefreut. Uns wurde sehr oft gesagt, dass die Geburt des Kindes/der Kinder oder der Tod einer wichtigen Person im Leben sehr beeinflusst hat, aber einige haben uns auch von Unfällen, von späten Berufswechseln, Trennungen vom Partner oder auch von einem Gefängnisaufenthalt in Syrien erzählt. Ich bin mit unseren Antworten ziemlich zufrieden, da es ja sehr persönliche Fragen waren und wir sehr interessante Geschichten hörten und tolle Gespräche führten. Im Endeffekt hat mir das Projekt viel Freude bereitet und mein Menschenbild erweitert. Am liebsten würde ich das Projekt sogar weiter machen und Menschen aus verschiedenen Gegenden fragen.

Förderung

Dieses Projekt wurde gefördert durch die Zuwendung aus dem Bezirkskulturfonds des Landes Berlin, BA Marzahn-Hellersdorf, Abteilung Jugend und Familie, Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kultur.*

*Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung wird durch das Land Berlin finanziert und durch die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH sowie die Berliner Bezirke verwaltet.

 

Kultur Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf